Kategorie: Abschlussarbeiten

Noch immer keine Transparenz: Eine Studie zu Produktplatzierungen im deutschen Fernsehen

Seit dem 1. April 2010 sind in Deutschland unter bestimmten Bedingungen und unter Kennzeichnung Product-Placements im redaktionellen Fernsehprogramm gestattet. Stellvertretend für das deutsche Fernsehprogramm wurde in einer Stichprobe von 217 Sendungen einer Sendewoche im September 2010 der Sender ARD, ZDF, RTL und Sat.1 das Auftreten von Produkt- und Markenplatzierungen und deren Charakteristika analysiert. Damit untersuchte die Studie Produktplatzierungen erstmals über mehrere Fernsehsender und verschiedene Genres hinweg. Sobald eine eindeutige Markenzuordnung möglich war, wurden alle Sichtungen und Nennungen von Marken oder Markenprodukten unabhängig von ihrer rechtlichen Einordnung erfasst und inhaltsanalytisch untersucht. product_placementDie Befunde zeigen, dass die seit April 2010 legalisierte Form des Product-Placements bisher kaum Anwendung findet gleichzeitig aber eine Vielzahl an Produkt oder
Markennennungen, gehäuft auch ohne eine erkennbare Notwendigkeit, innerhalb des redaktionellen Programms auftauchten. Knapp zwei Prozent der effektiven Sendezeit sind durch nicht notwendige Markennennungen angereichert. Öffentlich-rechtliche und private Veranstalter unterscheiden sich in der Art der Darstellung, nicht jedoch in der Häufigkeit. Informations- formate sind, trotz des strikten Verbots, gehäuft Träger von nicht notwendigen Produkt- oder Markennennungen. Am häufigsten vorkommende Markenkategorien sind (deutsche) Autohersteller und die Produzenten von Unterhaltungselektronik. Die Befunde legen insgesamt nahe, dass Platzierungen auch ohne Anwendung des neuen rechtlichen Rahmens gängige Praxis waren und sind.
André Rhody

Sportjournalismus im Zwielicht – Eine quantitative Inhaltsanalyse zur Boulevardisierung der Sportberichterstattung

Die Kritik an der Sportberichterstattung ist nicht neu. Sahen sich die Medien lange dem Vorwurf ausgesetzt, sie betrieben eine einfallslose Ergebnisberichterstattung, wird inzwischen kritisiert, dass der Sport in den Medien zur reinen Unterhaltungsware verkommt. Diskutiert wird diese Entwicklung unter dem Stichwort der Boulevardisierung. Allerdings gibt es nur wenige Untersuchungen, die diesen Prozess auch empirisch belegen.  weiterlesen

Schön bunt – Farbe als peripherer Hinweisreiz im Elaboration Likelihood Model – ein Experiment

Viele Unternehmen versuchen, mit Hilfe der Massenmedien die Konsumenten von der Qualität ihrer Produkte zu überzeugen. Botschaften, die überzeugende Argumente enthalten, sind laut des Elaboration-Likelihood-Modells besonders wirkungsvoll, wenn sich der Rezipient mit ihnen intensiv auseinandersetzt.

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Immer die gleichen Gesichter?

Inhaltsanalyse zur Personalisierung politischer Kommunikation in deutschen Polit-Talks

 

Politische Talkshows zählen zu den populärsten Formen moderner Politikvermittlung. Einfach und unterhaltsam veranschaulichen sie den Zuschauern komplexe politische Prozesse. Kritiker sehen in ihrer starken Verkürzung politischer Realität und der Reduzierung auf Einzelpersonen eine Gefahr für demokratische Meinungsbildungsprozesse. Empirische Daten zum Personalisierungsgrad politischer Talkshows fehlen hingegen.

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Den Doktor-[Hut] fest im Blick

„Die Promotion dient dem Nachweis der Fähigkeit des Kandidaten zu einer über die Master-, Magister- oder Diplomprüfung oder das Staatsexamen für ein Lehramt hinausgehenden selbständigen wissenschaftlichen Leistung“, heißt es in der Promotionsordnung der Philosophischen Fakultät der TU. „Dieser Nachweis wird vorrangig durch die wissenschaftliche Qualität der Dissertation erbracht.“ Obwohl formal gesehen das Promotionsverfahren mit Rigorosum und Verteidigung erst mit der Abgabe der Arbeit eingeleitet wird, so ist die Doktorarbeit dennoch die zentrale Leistung jedes Promovenden. Auch am IfK gibt es einige Kandidaten, die fleißig auf den „Dr. phil.“ hinarbeiten. Dies tun sie entweder als Mitarbeiter des Instituts auf sogenannten Qualifizierungsstellen oder als „Externe“ neben dem eigenen Job oder über eine Stiftungsförderung. Wer am IfK eine Dissertation plant oder bereits längst dabei ist, sie zu schreiben, erfahren Sie in dieser neuen NewsLetter-Serie – den Anfang machen diese sieben.

mr, Fotos: hh

Miriam Weihermüller

 

 

 

 

 

 

 

Miriam Weihermüller, 27
Studium: In Chemnitz, Dresden, Neapel: KoWi, Kunstgeschichte, Italienisch
Am IfK: Seit Anfang des Jahres am Institut, zunächst Projektadministrator für die Staatskanzlei, seit April wissenschaftliche Mitarbeiterin.
Promotions- Themenbereich: Promotion geplant, bisher aber noch kein konkretes Thema. Mich würde eine anwendungsorientierte Arbeit im Bereich Modemarketing interessieren.

 

Florian Haumer

Florian Haumer, 34   
Studium: Kommunikationswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Musikwissenschaft in München und Dresden
Am IfK: Externer Doktorand; berufliche Tätigkeit: Leitung Marketing und Unternehmenskommunikation bei Schneider + Partner.
Promotions-Thema: Einfluss formaler und inhaltlicher Gestaltungsmerkmale von Corporate Publishing auf die Determinanten der Kundenbindung. Betreuer: Prof. Wolfgang Donsbach.

 

Cornelia Mothes

Cornelia Mothes, 27
Studium: Kommunikationswissenschaft, Soziologie, Kunstgeschichte an der TU Dresden.
Am IfK: Seit Dezember 2008 Doktorandin bei Prof. Dr. Wolfgang Donsbach; Promotions-Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Promotions-Themenbereich: Journalismusforschung. Betreuer: Prof. Wolfgang Donsbach.

 

Mathias Rentsch

Mathias Rentsch, 28
Studium: KoWi und Politikwissenschaft an der TU Dresden.
Am IfK: Seit Oktober 2007, seit Juli 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt „Nachrichtennutzung und -wissen junger Menschen“ von Prof. Wolfgang Donsbach.
Promotion: Bereich Qualität im Journalismus. Betreuer: Prof. Wolfgang Donsbach.

 

Cornelia Walter

Cornelia Walter, 25
Studium: Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie Religionswissenschaft an der Uni Leipzig.
Am IfK: Seit dem 01. Juli 2009 als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Donsbach für das DFG-Projekt „Nachrichtennutzen und Nachrichtenwissen junger Menschen“.
Promotions- Themenbereich: Promotion geplant, bisher aber noch kein konkretes Thema. Interessant wären die Bereiche Medien- und Nachrichtennutzung von Jugendlichen, Mediensozialisation, Wertevermittlung durch Medien, Medienkonvergenz, Fiktion und Politik.

 

Ingo Bauer

Ingo Bauer, 32
Studium: Magister Germanistik (Sprachwissenschaft) und Kommunikationswissenschaft an der TU Dresden.
Am IfK: Seit Juni 2008 Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Hagen und seit November 2008 dort Wissenschaftlicher Mitarbeiter.
Promotions- Themenbereich: Promotion noch in Planungsphase; will mich mit der Verständlichkeit der Wirtschaftsberichterstattung auseinandersetzen und stehe damit noch recht am Anfang in der Literatursichtung.