Morgenstund hat Gold im Mund – IfK-Nachwuchswissenschaftler räumen in Lausanne Naomi-C.-Turner-Preis ab

2000 km Wegstrecke, 125 Runden Skat, 22 Stunden Zugfahrt, vier junge IfKler, ein Nachwuchswissenschaftler-Preis. Das ist die Bilanz der WAPOR Jahreskonferenz 2009 in Lausanne für das IfK.

„Morgenstund hat Gold im Mund“ sollte sich für uns (Anja Obermüller, Anna-Maria Schielicke und Martin Degen) letztlich bewahrheiten, als wir freitags um 4:44 Uhr den Zug nach Lausanne bestiegen. Voller Tatendrang wurde die erste Runde Skat bereits kurz nach fünf Uhr gespielt. Nach neun Stunden konzentriertem Geben, Reizen, Drücken, Grand, Hand, Null-Spiel waren wir geistig soweit, uns unserem Konferenzvortrag mit dem schönen Titel „Are Telefone surveys a dying breed?“ zu widmen – kein Vortrag ist gut genug, um nicht bis zur letzten Sekunde daran zu feilen.

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Nach Dresden gegoogelt?! – Umfrage unter den diesjährigen Bewerbern für den Master-Studiengang

In diesem Jahr haben sich 91 Interessenten für den Master „Angewandte Medienforschung“ beworben. Das sind knapp doppelt so viele wie in den beiden Jahren zuvor. Die Zahl ist erfreulich und man könnte es dabei belassen. Aber wir wären keine Sozialwissenschaftler, wenn wir nicht wissen wollten, warum sich diesmal so viele beworben haben. Also wurden kurzerhand alle Bewerber um die Teilnahme an einer Umfrage gebeten. Die Gründe für die Bewerbungen sind, wie in den Sozialwissenschaften üblich, vielfältig.

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Den Doktor-[Hut] fest im Blick

„Die Promotion dient dem Nachweis der Fähigkeit des Kandidaten zu einer über die Master-, Magister- oder Diplomprüfung oder das Staatsexamen für ein Lehramt hinausgehenden selbständigen wissenschaftlichen Leistung“, heißt es in der Promotionsordnung der Philosophischen Fakultät der TU. „Dieser Nachweis wird vorrangig durch die wissenschaftliche Qualität der Dissertation erbracht.“ Obwohl formal gesehen das Promotionsverfahren mit Rigorosum und Verteidigung erst mit der Abgabe der Arbeit eingeleitet wird, so ist die Doktorarbeit dennoch die zentrale Leistung jedes Promovenden. Auch am IfK gibt es einige Kandidaten, die fleißig auf den „Dr. phil.“ hinarbeiten. Dies tun sie entweder als Mitarbeiter des Instituts auf sogenannten Qualifizierungsstellen oder als „Externe“ neben dem eigenen Job oder über eine Stiftungsförderung. Wer am IfK eine Dissertation plant oder bereits längst dabei ist, sie zu schreiben, erfahren Sie in dieser neuen NewsLetter-Serie – den Anfang machen diese sieben.

mr, Fotos: hh

Miriam Weihermüller

 

 

 

 

 

 

 

Miriam Weihermüller, 27
Studium: In Chemnitz, Dresden, Neapel: KoWi, Kunstgeschichte, Italienisch
Am IfK: Seit Anfang des Jahres am Institut, zunächst Projektadministrator für die Staatskanzlei, seit April wissenschaftliche Mitarbeiterin.
Promotions- Themenbereich: Promotion geplant, bisher aber noch kein konkretes Thema. Mich würde eine anwendungsorientierte Arbeit im Bereich Modemarketing interessieren.

 

Florian Haumer

Florian Haumer, 34   
Studium: Kommunikationswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Musikwissenschaft in München und Dresden
Am IfK: Externer Doktorand; berufliche Tätigkeit: Leitung Marketing und Unternehmenskommunikation bei Schneider + Partner.
Promotions-Thema: Einfluss formaler und inhaltlicher Gestaltungsmerkmale von Corporate Publishing auf die Determinanten der Kundenbindung. Betreuer: Prof. Wolfgang Donsbach.

 

Cornelia Mothes

Cornelia Mothes, 27
Studium: Kommunikationswissenschaft, Soziologie, Kunstgeschichte an der TU Dresden.
Am IfK: Seit Dezember 2008 Doktorandin bei Prof. Dr. Wolfgang Donsbach; Promotions-Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Promotions-Themenbereich: Journalismusforschung. Betreuer: Prof. Wolfgang Donsbach.

 

Mathias Rentsch

Mathias Rentsch, 28
Studium: KoWi und Politikwissenschaft an der TU Dresden.
Am IfK: Seit Oktober 2007, seit Juli 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt „Nachrichtennutzung und -wissen junger Menschen“ von Prof. Wolfgang Donsbach.
Promotion: Bereich Qualität im Journalismus. Betreuer: Prof. Wolfgang Donsbach.

 

Cornelia Walter

Cornelia Walter, 25
Studium: Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie Religionswissenschaft an der Uni Leipzig.
Am IfK: Seit dem 01. Juli 2009 als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Donsbach für das DFG-Projekt „Nachrichtennutzen und Nachrichtenwissen junger Menschen“.
Promotions- Themenbereich: Promotion geplant, bisher aber noch kein konkretes Thema. Interessant wären die Bereiche Medien- und Nachrichtennutzung von Jugendlichen, Mediensozialisation, Wertevermittlung durch Medien, Medienkonvergenz, Fiktion und Politik.

 

Ingo Bauer

Ingo Bauer, 32
Studium: Magister Germanistik (Sprachwissenschaft) und Kommunikationswissenschaft an der TU Dresden.
Am IfK: Seit Juni 2008 Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Hagen und seit November 2008 dort Wissenschaftlicher Mitarbeiter.
Promotions- Themenbereich: Promotion noch in Planungsphase; will mich mit der Verständlichkeit der Wirtschaftsberichterstattung auseinandersetzen und stehe damit noch recht am Anfang in der Literatursichtung.

 

Two Tales of Marwa El-Sherbini?

IfK vergleicht die Berichterstattung deutscher und ägyptischer Tageszeitungen

Als im Juli dieses Jahres Marwa El-Sherbini nach einer Zeugenaussage im Dresdner Landgericht vom Russlanddeutschen Alex W. erstochen wurde, schien ein schwelender Konflikt zwischen dem Westen und der islamischen Welt wieder hochzukochen. Die unmittelbaren Reaktionen in den verschiedenen Kulturen waren höchst unterschiedlich. Hier stilles Gedenken, dort wütende Proteste. Aber erzählten die Medien tatsächlich zwei verschiedene Versionen derselben Geschichte?

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Botschafter des Wandels

Barack Obama hat Dresden bereits die Ehre erwiesen, da wollte ihm sein Botschafter in Deutschland nicht nachstehen. Seinen Auftritt am 19. Oktober in Dresden begann Philip D. Murphy gleich mit einem kleinen Fauxpas: Mit den Worten „Ich habe mein Manuskript leider im Wagen vergessen“, brach er im Vortragssaal der Sächsischen Staats- und Universitätsbibliothek sofort das Eis zwischen sich und dem Publikum. Seine lockere Art setzte der 52-jährige studierte Ökonom auch im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf ein und sammelte mehrere Millionen Dollar für die Wahlkampfkampagne von Barack Obama. Murphy, der nach über 20 Jahren als Investmentbanker bei Goldman Sachs erst im Jahr 2006 in die Politik wechselte, ist seit September 2009 als Botschafter in Berlin akkreditiert.

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