Empire trifft Sinfonie

Seit Beginn der Spielzeit 2009/2010 treffen Philharmoniebesucher im Kulturpalast Dresden vor den Konzerten auf Interviewer, die Besucherbefragungen durchführen. Das sind Interviewer des IfK, die im Auftrag der Philharmonie jeweils eine Stunde vor dem Konzert – insgesamt sind es 15 Termine – von den Gästen etwas über ihre Bindung zur Philharmonie wissen möchten. Dabei geht es nicht um die Um- oder Neugestaltung des Konzerthauses, sondern um das Publikum. „Wir möchten unser Publikum näher kennenlernen, seine Wünsche, Vorlieben, Anregungen, Kritik. Denn letztendlich ist unser Publikum der Sinn und Zweck unseres Tuns“, sagt Matthias Hain, Kommunikationsleiter der Philharmonie. In einem ersten Schritt interessieren vor allem Besucher, die kein Anrecht haben, um ihnen im zweiten Schritt einen ausführlichen Fragebogen zuschicken zu können. Darin geht es um die Zufriedenheit mit dem Service, der inhaltlichen Zusammenstellung der Konzerte, aber auch um das Musikverständnis allgemein. Auch die Abonnenten erhalten solche Fragebogen, doch ihre Adressen sind bereits verzeichnet und sie können auf diese Weise zufällig ausgewählt und angeschrieben werden.

Bei der Umfrage vor Ort erfahren die Interviewer aber meist nicht nur die Antworten auf ihre Fragen, sondern auch die ein oder andere Lebensgeschichte der Konzertbesucher, die teilweise schon länger als so manch Student lebt, die Konzerte besuchen. Der Altersdurchschnitt liegt meist jenseits der 50. Doch die Besucher stehen den Umfragen sehr offen gegenüber und können damit eine große Ausschöpfungsquote garantieren. Außerdem haben die Interviewer nach getaner Arbeit die einmalige Möglichkeit die Konzerte kostenlos zu besuchen.

Cynthia Meißner