Vereint für ein buntes Sachsen – Wie begegnen wir dem Rechtsextremismus? Dritte Veranstaltung der IfK-Reihe „Image Dresdens zwischen Wunsch und Wirklichkeit“

Im Dezember des vergangenen Jahres trafen in der dritten IfK-Veranstaltung zum Image Dresdens die Vertreter verschiedener Vereine und Aktionsbündnisse zusammen, die sich gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Dresden und Sachsen engagieren. Christian Demuth, Vereinsvorsitzender des Bürger Courage Dresden e.V., beklagte das Unwissen zum Thema Rechtsextremismus und das mangelnde Demokratieverständnis gerade bei Entscheidungsträgern. Unter dem Titel „Mit Aufklärung und Information gegen Rechtsextremismus“ berichtete Klaus Gertoberens, Präsident des Netzwerks Sachsen gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit e.V., über Strategien zur Bekämpfung rechtsextremistischer Einflussnahme auf dem Schulhof.

v.l.n.r.: Sebastian Reißig, Klaus Gertoberens, Martin Gillo, Christian Demuth und Michael Nattke im Forum am Altmarkt Fotos: ul
v.l.n.r.: Sebastian Reißig, Klaus Gertoberens, Martin Gillo, Christian Demuth und Michael Nattke im Forum am Altmarkt Fotos: ul

Michael Nattke, Fachreferent des Kulturbüro Sachsen e.V., stellte ein Beratungsprogramm für Eltern von Rechtsextremen vor. In Ausnahmefällen müsse man den Eltern raten, sich von den eigenen Kindern loszusagen, so Nattke. Sebastian Reißig, Geschäftsführer Aktion Zivilcourage Pirna e.V., berichtete über den erfolgreichen Widerstand gegen die Skinheads Sächsische Schweiz durch engagierte Vereinsarbeit und unterstrich zum Abschluss noch einmal die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit sowie die Notwendigkeit finanzieller Unterstützung durch den Freistaat. Anschließend initiierte der sächsische Ausländerbeauftragte Prof. Dr. Martin Gillo  die Podiumsdiskussion mit der Frage „Und was macht die Landesregierung?“. Nach einer intensiven Diskussion würdigte auch Moderator und IfK-Direktor Prof. Wolfgang Donsbach in seinem Schlusswort die Arbeit der Vereine und regte eine weitere Vernetzung gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Dresden und ganz Sachsen an. Robert Trosse